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Korntal-Münchingen auf dem Weg zur Fairtrade-Stadt

Im Oktober 2015 beschloss der Gemeinderat der Stadt Korntal-Münchingen an der Kampagne „Fairtrade-Towns“ des Transfair e.V. teilzunehmen.

Das Thema Fairtrade, also fairer Handel, wird in der heutigen Welt immer bedeutsamer. Denn leider herrschen noch immer nicht überall Gleichberechtigung und gute Arbeitsbedingungen. Die internationale Kampagne ist somit ein hervorragender Schritt, sich als Kommune und auch als Bürger/in für dieses sehr wichtige Thema einzusetzen.

Bereits rund 2.000 Kommunen in über 26 Ländern nehmen daran teil. Nun soll also auch Korntal-Münchingen ein Teil davon werden. Als Kommune möchten wir gezielt den fairen Handel und die damit verbundene Nachhaltigkeit in Anbau- und Herstellungsmethoden fördern. Ausbeuterische Zwangs- oder Kinderarbeit zu Billiglöhnen müssen unterbunden und die Gesundheit der Arbeiter gewahrt werden.

Wie werden wir eine Fairtrade-Stadt?

Dafür müssen nachweislich fünf Kriterien erfüllt werden, welche allesamt das Engagement für den fairen Handel widerspiegeln:

1. Es muss ein Ratsbeschluss vorliegen, den fairen Handel unterstützen zu wollen.
 
Dieser erfolgte wie schon erwähnt bereits im Oktober 2015. Zudem sollen bei allen öffentlichen Sitzungen sowie im Büro des Bürgermeisters ausschließlich fairer Kaffee und ein weiteres faires Produkt konsumiert werden. Schon seit 2011 erfüllt Korntal-Münchingen diese Voraussetzung: als Sitzungsheißgetränke werden ausschließlich fairer Kaffee und Tee angeboten.
 
2. Es muss eine Steuerungsgruppe mit mindestens drei Personen gebildet werden, welche gemeinsam die Wege der angehenden Fairtrade-Stadt koordiniert.
 
Ein erstes Treffen - die konstituierende Sitzung - unserer vier Beteiligten fand im Dezember 2015 statt. Seither findet sich die Steuerungsgruppe in regelmäßigen Abständen zu weiteren Arbeitssitzungen zusammen.
 
3. Es müssen vier lokale Einzelhandelsgeschäfte und zwei Gastronomiebetriebe mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten.
 
Berechnet wird die Anzahl der Betriebe anhand der Einwohnerzahl Korntal-Münchingens. Wir haben diese Kooperationspartner gefunden, deren Angebot die Mindestzahl der Produkte bei weitem übertrifft.
 
4. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine und Kirchen sollen jährlich eine Bildungsaktivität zum Thema „Fairtrade“ durchführen und selbst faire Produkte verwenden.
 
Hier bahnen sich zahlreiche Kooperationen an und auch erste Bildungsaktivitäten konnten bereits durchgeführt werden.

5. Alle Aktivitäten werden in den örtlichen Medien veröffentlicht.
 
Dies geschah bereits mehrfach im Amtsblatt und auch in den regionalen Zeitungen. Berichtserstattungen sind auch zukünftig vorgesehen. Über aktuelle Fairtrade-Aktionen werden wir Sie auch an dieser Stelle - unserer städtischen Internetseite - informieren.

Und wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind?
Sind alle Voraussetzungen erfüllt, können die Antragsunterlagen für die Auszeichnung eingereicht werden. Dies ist zeitnah vorgesehen. Stimmt das Prüfungskomitee dem Antrag zu, wird der Kommune zunächst auf die Dauer von zwei Jahren der Titel „Fairtrade-Town“ verliehen.

Wie können Sie als Bürger unser Vorhaben unterstützen?
Sie als Bürger/in einer Fairtrade-Stadt spielen eine wichtige Rolle! Um weiterhin erfolgreich für den fairen Handel stehen zu können, benötigen wir auch Ihre Hilfe!

- Achten Sie beim Einkaufen auf ausgewiesene Fairtrade-Produkte und nutzen Sie dieses Angebot. In der heutigen Zeit sind fair gehandelte Produkte oft gar nicht oder kaum merkbar teurer als ihre herkömmlichen Alternativen.
Link zu den Fairtrade-Produkten https://www.fairtrade-deutschland.de/einkaufen/produkt-finder.html 
 
- Fragen Sie beim Café- oder Restaurantbesuch gezielt nach fairen Produkten – Ihre Nachfrage bestimmt bekanntermaßen den Markt.
 
- Oder sind Sie selbst Einzelhändler in unserer Stadt?
Dann beachten Sie bitte die Herkunft und Herstellungsbedingungen der Waren und erweitern Sie gegebenenfalls Ihr Sortiment mit fairen Produkten.
Übrigens: ziehen Sie stets lokale und saisonale Produkte „weitgereisten“ Importen vor.
 
Wo bekomme ich noch zusätzliche Informationen?
www.fairtrade-deutschland.de 
www.fairtrade-towns.de
 
Unsere Kooperationspartner sind:
- der Weltladen Korntal, www.weltladen-korntal.de
- die katholische Kirche St. Johannes Evangelist in Korntal, www.kath-kirche-korntal.de
… mit weiteren Kirchen, Schulen und Vereinen sind wir im Gespräch
 
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Impressionen verschiedener Aktionen rund um Fairtrade

Ein Teil der Steuerungsgruppe testet das „Weltspiel“.
Fairtrade zeigt auch auf dem Wochenmarkt Präsenz.
Gut besuchter Infoabend zum Thema „Fairer Handel“ beim LandFrauenverein Münchingen.

Das Fairphone

Aus dem heutigen Alltag sind Smartphones kaum mehr wegzudenken. Egal ob man morgens in der Bahn seine E-Mails bearbeiten möchte oder aber eine Wegbeschreibung benötigt – wenige Klicks auf dem Handy und schon findet man was man sucht. Ja, ein Smartphone erleichtert das Leben ungemein. Umso ärgerlicher ist es, wenn es plötzlich kaputt geht. Selbst für kleine Reparaturen muss das gesamte Smartphone zum Hersteller geschickt werden - das kostet meist viel Geld oder Zeit und nicht selten wird das gesamte Gerät ausgetauscht.
Aufgrund dieser Problematik und den immer größer werdenden Bergen an Elektroschrott, möchten wir Ihnen an dieser Stelle gerne das Fairphone vorstellen. Es handelt sich um ein Smartphone, das keinen Wunsch offen lässt: das Fairphone 2 besitzt ein 5-inch Full HD Display, erweiterbaren Speicher und sowohl eine Front- als auch Rückkamera. Durch die Möglichkeit zwei SIM-Karten in ein Gerät einzulegen, lassen sich Berufliches und Privates perfekt trennen. Wie bei vielen handelsüblichen Smartphones wird auch hier das Androidbetriebssystem verwendet.
 
Doch was macht das Fairphone so besonders?
 
Robustes Design
Das Fairphone ist weltweit das erste modulare Smartphone, das den Austausch von einzelnen Teilen (z.B. des Akkus) ermöglicht. Es muss somit nicht direkt das gesamte Gerät ersetzt werden, was zu einer verringerten Umweltbelastung führt.
Fair gehandelte Materialien
Die Verwendung von konfliktfreien Mineralien und so viel Recyclingmaterial wie möglich, führt zu einer wesentlich verbesserten Nachhaltigkeit.
Gute Arbeitsbedingungen
Der Großteil aller Smartphones wird schnell und günstig produziert - oft auf Kosten der Arbeitnehmer. Bei der Herstellung des Fairphones wird daher größten Wert auf gesunde und gute Arbeitsbedingungen gelegt.
Wiederverwendbarkeit und Recycling
Für das Fairphone sind Ersatzteile erhältlich, sodass viele Reparaturen schnell und einfach selbst durchgeführt werden können. Ein Rücknahmeprogramm für irreparable Handys garantiert eine korrekte Entsorgung.
 
Zusammengefasst hat das Fairphone als faires Produkt also einen positiven Einfluss auf die Herstellung, die Nutzung und das Recycling von Smartphones und somit auf die Umwelt.
 
Aufgrund all dieser erfüllten Nachhaltigkeitskriterien bekam das Fairphone im Oktober 2016 die Auszeichnung „Blauer Engel“ verliehen. Diese Auszeichnung garantiert, dass das Produkt während seines gesamten Lebensweges hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllt.
Somit stellt das Fairphone eine hervorragende Alternative unter dem Weihnachtsbaum dar.
 
Weitere Informationen rund um das Thema Fairphone finden Sie auch auf der Internetseite des Herstellers unter www.fairphone.com/de.